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Informationen zur wiedergefundenen Madonna
Es war kurz nach Ende des Krieges, etwa zwischen 1947 und 1949. Das genaue Datum ist nicht mehr bekannt. An einem schönen Tag erschien ein abgerissener deutscher Soldat, der aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde an der Klosterpforte. Dieser unbekannt gebliebene Soldat hatte während seiner Gefangenschaft ein Gelübde abgelegt. Er schnitzte in dieser Zeit eine Mutter Gottes. Man muss sich vorstellen, mit welchen Mitteln das damals möglich war. Er wollte, wenn ihm eine glückliche Heimkehr beschieden werde, diese Madonna der ersten katholischen Kirche, an der er nach seiner Entlassung vorbeikam, zum Geschenk machen. Diese Kirche war St. Franziskus. Er gab sie, ohne seinen Namen oder seine Heimat zu nennen, dem damaligen Bruder Pförtner ab und ging wortlos weiter seine Wege.
Mit großer Freude wurde dieses Geschenk angenommen und in einem Festgottesdienst von Pater Winfried geweiht. Sie fand ihre Aufstellung an dem Platz, an dem heute der Hl. Josef steht.
Später wurde von St. Stephan die heutige, von Prof. Sutor gestaltete Madonna, an unsere Gemeinde gestiftet. Obige Madonna verschwand. Viele Jahre war sie verschwunden. Irgendwann wurde sie per Zufall wieder gesehen mit abgebrochenem Finger und verstaubt in der Werkstatt. Dann verschwand sie wieder. Das nächste Mal wurde sie im Kindergarten auf dem überdachten Platz neben dem Raum mit den Spielsachen im Freien liegen gesehen. Dann verschwand sie endgültig.
Es wurde immer wieder danach gesucht, aber leider erfolglos.
Als bei einem Gespräch mit Fr. Klekler die Sprache auf die Figur kam, konnte Sie mitteilen, dass Sie auf dem Speicher hinter einem Verschlag eine Madonnen-Figur gesehen hat. Bei einem Ortstermin konnte dann festgestellt werden, dass es sich tatsächlich um die gesuchte Madonna handelt.
Die Figur war nun in Schonach im Schwarzwald bei einem bekannten Holzschnitzer. Inzwischen ist sie wieder zurück und steht nun für einige Zeit frisch renoviert auf dem rechten Seitenaltar in unserer Kirche St. Franziskus.
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